Ich habe schon viele Kunden bei motorenlager.de in Leipzig gehabt, die mit dem Fahrzeugschein in der Hand dastanden und verzweifelt fragten: „Wo steht denn jetzt die Motornummer?“ Die meisten verwechseln sie mit dem Motorcode, und das ist kein Wunder – die Begriffe klingen ähnlich, und früher war das alles einfacher. Heute ist die Motornummer in den meisten Fällen gar nicht mehr im Fahrzeugschein eingetragen. In diesem Beitrag erkläre ich aus unserer täglichen Praxis heraus, was Sache ist, wo man die Nummer trotzdem finden kann und warum das oft gar nicht so wichtig ist, wie man denkt.
Erstmal klären: Motornummer oder Motorcode – was ist was?
Bevor wir loslegen, ein kurzer Überblick, damit keine Verwirrung entsteht. Der Motorcode (auch Motorkennbuchstabe genannt) beschreibt den Typ des Motors – zum Beispiel OM651 bei Mercedes oder CAXA bei VW. Der steht fast immer im Fahrzeugschein, konkret in Feld 2.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I.
Die Motornummer hingegen ist die individuelle Seriennummer eines bestimmten Motors. Sie wird bei der Produktion eingestanzt und ist einzigartig, ähnlich wie die Fahrgestellnummer für das ganze Auto. Früher haben manche Hersteller sie noch in die Papiere eingetragen, heute passiert das praktisch nicht mehr. Wer „motornummer fahrzeugschein“ sucht, sucht oft eigentlich den Motorcode – und das ist völlig normal.

Steht die Motornummer überhaupt im Fahrzeugschein?
Die klare Antwort: Bei Fahrzeugen ab etwa 2005 (also mit der neuen Zulassungsbescheinigung Teil I) steht die Motornummer in der Regel nicht drin. Das Feld bleibt leer. Bei älteren Fahrzeugen mit dem klassischen grauen oder rosa Fahrzeugschein war sie manchmal in Feld 7 oder in den Bemerkungen vermerkt, aber das ist die Ausnahme.
In der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) findet man sie ebenfalls fast nie. In Österreich ist das noch etwas anders, da wird die Motornummer teilweise im Zulassungsschein eingetragen, aber in Deutschland hat sich das geändert.
Viele Kunden kommen zu uns und sind überrascht, weil sie denken, alles Wichtige müsste in den Papieren stehen. Ist aber nicht so – die Motornummer ist eine Sache des Motors selbst.
Wo ist die Motornummer dann zu finden?
Am Motorblock, und zwar direkt eingestanzt oder auf einer kleinen Plakette. Die Stelle ist je nach Hersteller und Modell unterschiedlich, aber meistens nicht schwer zu erreichen. Hier ein paar Beispiele aus unserer Werkstatt:
Bei VW, Audi, Seat und Skoda sitzt sie oft an der Übergangsstelle zwischen Motor und Getriebe, manchmal links oder rechts am Block. Bei manchen Modellen muss man eine Abdeckung abnehmen.
Bei Mercedes ist sie häufig gut sichtbar auf dem Block vorne oder seitlich, oft auch auf dem Ventildeckel.
BMW platziert sie meist rechts oder links am Block, manchmal etwas versteckt unter dem Ansaugkrümmer.
Opel hat sie oft in der Nähe des Ölmessstabs oder am Getriebeübergang.
Ford und Renault sind ähnlich – meist seitlich oder vorne am Block.
Am besten nimmt man eine Lampe, putzt den Bereich sauber und schaut systematisch. Die Nummer ist entweder erhaben oder eingraviert. Wenn man nicht rankommt, hilft oft eine kleine Spiegel oder das Handy als Kamera.
Was tun, wenn man die Motornummer wirklich braucht?
In den meisten Fällen braucht man sie gar nicht. Für Ersatzteile, Austauschmotor oder den Verkauf mit Motorschaden reicht der Motorcode aus Feld 2.2 völlig. Aber es gibt Situationen, in denen die Motornummer doch gefragt wird – zum Beispiel bei Garantieansprüchen oder wenn der Hersteller genau diesen Motor nachverfolgen muss.
Dann helfen folgende Wege:
Erstens: Im Serviceheft nachschauen. Viele Werkstätten tragen sie bei der ersten Inspektion ein.
Zweitens: Beim autorisierten Händler oder Hersteller anfragen. Mit der Fahrgestellnummer können die die Motornummer aus der Datenbank ziehen.
Drittens: Beim TÜV oder Dekra – bei der Hauptuntersuchung wird sie manchmal geprüft.
Online-Decoder zeigen meist nur den Motorcode, selten die individuelle Nummer.

Warum die ganze Verwirrung entsteht
Früher waren die Papiere detaillierter, und viele erinnern sich noch daran. Heute hat sich das geändert, weil die Motornummer für den normalen Betrieb kaum eine Rolle spielt. Die meisten, die „wo steht die motornummer im fahrzeugschein“ oder „motornummer finden“ suchen, wollen eigentlich nur den Code für Teile oder Verkauf.
In unserer Werkstatt klären wir das täglich: Ein Foto vom Fahrzeugschein reicht meist, und wir sagen sofort, welcher Motor verbaut ist.
Praktische Tipps aus der Werkstatt
Fotografieren Sie die Motornummer, sobald Sie sie gefunden haben – das spart später viel Zeit.
Bei älteren Autos ist sie oft leichter zu finden als bei neuen, wo alles verkleidet ist.
Wenn Sie ein gebrauchtes Auto kaufen, lohnt es sich, Motornummer und Fahrgestellnummer zu vergleichen – das gibt Sicherheit, dass nichts manipuliert wurde.
Für den Ankauf mit Motorschaden brauchen wir fast immer nur den Motorcode – die Motornummer ist selten entscheidend.
Häufige Fragen, die uns erreichen
Wo steht die Motornummer im Fahrzeugschein? Bei neuen Fahrzeugen gar nicht, bei alten manchmal in Feld 7.
Wo finde ich die Motornummer im Fahrzeugschein? Leider nirgends – schauen Sie direkt am Motor.
Gibt es die Motornummer noch im Fahrzeugschein? Nur bei sehr alten oder speziellen Fahrzeugen.
Wie finde ich die Motornummer ohne Fahrzeugschein? Am Motorblock – mit Lampe und etwas Geduld.
Was ist der Unterschied zur Motornummer und Motorcode? Die Motornummer ist individuell, der Code beschreibt den Typ.
Fazit: Meist reicht der Motorcode völlig aus
Die Motornummer steht in modernen Fahrzeugscheinen nicht mehr – sie ist direkt am Motor zu finden. Wer danach sucht, braucht in den allermeisten Fällen eigentlich nur den Motorcode aus Feld 2.2.
Bei motorenlager.de in Leipzig helfen wir Ihnen gerne weiter, egal ob Sie den Code oder die Nummer suchen, Ihr Auto mit Motorschaden verkaufen möchten oder einen passenden Austauschmotor brauchen. Schicken Sie uns einfach ein Foto vom Fahrzeugschein oder vom Motor – wir schauen uns das an und beraten kostenlos.
